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Fühlen Sie sich nachmittags auf dem Sofa manchmal etwas schläfrig? Oder wachen Sie morgens ab und zu mit einem schweren Kopf auf? Dann kann es sein, dass die Luft in Ihrem Zuhause nicht oft genug erneuert wird und der CO2-Gehalt dadurch zu stark ansteigt. CO2 (Kohlendioxid) können Sie nämlich weder sehen noch riechen. Mit einem CO2-Messgerät machen Sie den CO2-Gehalt jedoch sichtbar. So sehen Sie auf einen Blick, wann es Zeit ist, (zusätzlich) zu lüften, und behalten selbst die Kontrolle über ein frisches und gesundes Raumklima.
In diesem Blog lesen Sie, wie ein CO2-Messgerät funktioniert und wo Sie es am besten aufstellen. Danach erklären wir, wie Sie das Messgerät ablesen, was ppm bedeutet und welche CO2-Werte gesund sind. Zum Schluss stellen wir Ihnen den Unterschied zwischen einem CO2-Messgerät und einem Feinstaubmessgerät übersichtlich gegenüber.
Die wichtigsten Punkte aus diesem Blog auf einen Blick:
Was ist CO2 genau? CO2 ist die Abkürzung für Kohlendioxid, ein farb- und geruchloses Gas, das natürlicherweise in der Außenluft vorkommt. Auch Ihr Körper produziert es: Bei jedem Ausatmen gelangt ein wenig CO2 in den Raum. Kommt wenig frische Luft herein, steigt der CO2-Gehalt immer weiter an. Ein CO2-Messgerät (auch Kohlendioxid-Messgerät oder CO2-Ampel genannt) misst, wie viel CO2 sich in der Luft befindet, und zeigt damit, ob ein Raum ausreichend gelüftet wird.
Das Herzstück eines CO2-Messgeräts ist der Sensor. Die meisten zuverlässigen CO2-Messgeräte arbeiten mit einem NDIR-Sensor. NDIR steht für nicht-dispersiv infrarot, also einen Infrarotsensor. Infrarotlicht können Sie mit bloßem Auge nicht sehen. CO2-Moleküle haben eine besondere Eigenschaft: Sie nehmen einen ganz bestimmten Teil des Infrarotlichts auf, während die anderen Gase in der Luft dies kaum tun. Je mehr CO2 sich in der Luft befindet, desto mehr von diesem Licht verschwindet also. Indem der Sensor misst, wie viel Licht übrig bleibt, weiß er genau, wie viel CO2 in der Luft ist.
Von der Raumluft bis zur Zahl auf Ihrem Display, so läuft eine CO2-Messung ab:
Da der Sensor den CO2-Gehalt selbst misst, ist dies eine genaue und stabile Messmethode. Achten Sie bei der Wahl eines CO2-Messgeräts jedoch auf Folgendes: Manche günstigen CO2-Messgeräte haben keinen echten CO2-Sensor, sondern einen Sensor, der flüchtige Verbindungen in der Luft misst. Auf dieser Grundlage schätzen sie einen CO2-Wert (oft als eCO2 bezeichnet). Diese Schätzung kann erheblich von der Realität abweichen. Deshalb haben alle CO2-Messgeräte in unserem Sortiment einen NDIR-Sensor. Sie sind unsicher, welches Sie wählen sollen? In unserem Blog 'Die Top 5 der besten CO2-Messgeräte' stellen wir Ihnen die besten Modelle aus unserem Sortiment übersichtlich vor.
Jeder NDIR-Sensor kann mit der Zeit ein klein wenig abweichen. Das nennt man Drift. Indem Sie das CO2-Messgerät kalibrieren, stellen Sie es wieder exakt ein. Das geschieht meist an der Außenluft: Sie legen das Messgerät eine Weile nach draußen oder in ein geöffnetes Fenster, damit es die frische Außenluft als Referenzwert nutzen kann. Das EnviSense CO2-Messgerät stellen Sie zum Beispiel mindestens 20 Minuten nach draußen oder in ein geöffnetes Fenster und starten anschließend die Kalibrierung über das Menü. Einige andere Messgeräte kalibrieren sich automatisch. Wir empfehlen, Ihr CO2-Messgerät mindestens einmal pro Jahr zu kalibrieren.
Auch der beste Sensor misst nur dann gut, wenn er am richtigen Ort steht. Mit diesen vier Tipps holen Sie die zuverlässigste Messung aus Ihrem CO2-Messgerät heraus:
Auf Kopfhöhe im Sitzen
Stellen Sie das CO2-Messgerät etwa auf Tischhöhe oder hängen Sie es an die Wand, auf die Höhe, in der Sie im Sitzen atmen. So messen Sie die Luft, die Sie tatsächlich einatmen.
Nicht zu nah an Personen
Atmen Sie das Messgerät direkt an, schießt der Wert in die Höhe. Halten Sie daher etwa 1 bis 2 Meter Abstand zu dem Platz, an dem Personen sitzen.
Abstand zu Fenstern und Lüftungsgittern
Stellen Sie das CO2-Messgerät mindestens 1,5 Meter von einem geöffneten Fenster, einer Tür oder einem Lüftungsgitter entfernt auf. Sonst misst es vor allem die einströmende Außenluft und Sie erhalten ein zu positives Bild.
In dem Raum, in dem Sie sich am meisten aufhalten
Messen Sie im Wohnzimmer, im Schlafzimmer oder an Ihrem Homeoffice-Arbeitsplatz. Gerade dort verbringen Sie viel Zeit und der CO2-Wert steigt am schnellsten an.
Steht Ihr CO2-Messgerät am richtigen Platz? Dann ist es Zeit zu schauen, was es Ihnen anzeigt. Die wichtigste Zahl auf dem Display ist der CO2-Wert. Dieser wird immer in ppm (parts per million) angegeben, zum Beispiel 650 ppm. Je höher diese Zahl, desto mehr CO2 befindet sich in der Luft und desto weniger frische Luft kommt herein.
Viele CO2-Messgeräte machen es Ihnen mit einer Ampelfunktion besonders leicht. Ein grünes, oranges oder rotes Licht zeigt auf einen Blick, ob der CO2-Gehalt in Ordnung ist oder ob Sie lüften sollten. Welche CO2-Werte zu welcher Farbe gehören, lesen Sie weiter unten in diesem Blog. Außerdem zeigen viele CO2-Messgeräte auch die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit (rF) an. Diese Werte sagen vor allem etwas über den Komfort aus: Ist es warm oder kalt, trocken oder feucht? Ob genug frische Luft hereinkommt, können Sie daran nicht ablesen. Dafür bleibt der CO2-Wert die entscheidende Zahl.
Achten Sie beim Ablesen nicht nur auf eine einzelne Messung, sondern vor allem auf den Verlauf. Sehen Sie, dass der CO2-Wert schnell ansteigt, wenn Besuch da ist, oder nachts im Schlafzimmer bei geschlossener Tür? Dann wissen Sie genau, zu welchen Zeiten Sie zusätzlich lüften sollten. CO2-Messgeräte mit Speicher und Logfunktion, wie das EnviSense, helfen Ihnen dabei. Der Speicher sichert alle Messungen, und mit der Logfunktion sehen Sie sie sich später in einem Diagramm an. So erkennen Sie genau, wie sich der CO2-Wert im Laufe des Tages entwickelt.
Der Begriff ist Ihnen inzwischen schon ein paar Mal begegnet: ppm. Aber was bedeutet ppm eigentlich? Ppm steht für parts per million, also Teile pro Million. Luft besteht aus allerlei Gasmolekülen, vor allem aus Stickstoff und Sauerstoff. Bei einem CO2-Messgerät gibt ppm an, wie viele CO2-Moleküle sich unter einer Million Luftmolekülen befinden.
Ein CO2-Wert von 1000 ppm bedeutet also, dass sich unter jeder Million Luftmoleküle 1000 CO2-Moleküle befinden. Das sind 0,1 Prozent der Luft. Das klingt nach wenig, und das ist es auch. Genau deshalb arbeitet man mit ppm: Bei so kleinen Mengen sind Prozentangaben unpraktisch, während Sie mit ppm kleine Unterschiede gut erkennen.
Jetzt, da Sie wissen, was ppm bedeutet, können Sie die CO2-Werte auf Ihrem Messgerät gut einordnen. Die meisten CO2-Messgeräte verwenden diese Einteilung:
Grün
Unter 800 ppm
Alles bestens! Es kommt genug frische Luft herein für ein frisches Raumklima.
Orange
800 bis 1200 ppm
Zeit zu handeln! Öffnen Sie ein Fenster oder eine Lüftungsöffnung, bevor sich die Luftqualität verschlechtert.
Rot
Über 1200 ppm
Der Raum bekommt viel zu wenig frische Luft. Lüften Sie sofort!
Diese Zahlen kommen nicht von ungefähr. Das Umweltbundesamt stuft CO2-Werte unter 1000 ppm als hygienisch unbedenklich ein und Werte zwischen 1000 und 2000 ppm als auffällig. Es empfiehlt außerdem, bereits vor dem Erreichen von 1000 ppm zu lüften. Mit den Grenzen von 800 und 1200 ppm ist Ihr CO2-Messgerät also sogar etwas strenger. Bleibt es auf Grün, sind Sie auf der sicheren Seite.
Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass CO2 bei diesen Werten giftig ist. Das stimmt nicht: Erst bei etwa 5000 ppm hat CO2 selbst eine direkte Wirkung auf Ihren Körper. Das Problem liegt darin, was ein hoher CO2-Wert bedeutet: Es kommt zu wenig frische Luft herein. Dadurch sammeln sich auch andere Dinge an, wie Feuchtigkeit, Gerüche, flüchtige Verbindungen aus Möbeln und Reinigungsmitteln sowie Viren und Bakterien, die Menschen ausatmen.
Sehen Sie den CO2-Wert also als eine Art Warnleuchte. Ein Messgerät auf Rot sagt Ihnen nicht, dass CO2 Sie krank macht, sondern dass Sie Luft einatmen, die schon oft eingeatmet wurde und in der sich allerlei angesammelt hat. Gerade diese Anhäufung kann auf Dauer Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit beeinträchtigen. Welche Beschwerden dazugehören und wie sie entstehen, lesen Sie in unserem Blog CO2 als Ursache von Gesundheitsproblemen.
Es gibt auch eine Studie, die sich mit der Wirkung von CO2 auf Ihre Denkleistung beschäftigt. Forschende der State University of New York und des Lawrence Berkeley National Laboratory ließen 2012 Versuchspersonen Entscheidungsaufgaben bei 600, 1000 und 2500 ppm lösen. Bei 1000 ppm schnitten sie bei einem Teil der Aufgaben bereits etwas schlechter ab, bei 2500 ppm deutlich schlechter. Spätere Studien kamen nicht alle zum gleichen Ergebnis, die Wissenschaft ist sich also noch nicht ganz einig. Ein CO2-Messgerät, das auf Grün steht, ist jedenfalls immer eine sichere Wahl.
Haben Sie bereits ein CO2-Messgerät zu Hause? Geben Sie dann unten den aktuellen CO2-Wert Ihres Messgeräts ein und Sie sehen sofort, ob Sie richtig liegen. Ist Ihr CO2-Wert zu hoch? Dann zeigen wir Ihnen, welche Maßnahmen Sie ergreifen können.
Springt Ihr CO2-Messgerät regelmäßig auf Orange oder Rot, auch wenn das Fenster gekippt ist? Dann reicht natürliche Lüftung in diesem Raum wahrscheinlich nicht aus. Eine mechanische Lüftung befördert die verbrauchte Luft aktiv nach draußen, unabhängig vom Wetter. Dafür ist allerdings ein Kanalsystem in Ihrem Zuhause nötig. Ist das noch nicht vorhanden, ist der Einbau keine Arbeit für zwischendurch.
Eine schnellere Lösung ist ein dezentrales WRG-Gerät. WRG steht für Wärmerückgewinnung. Ein solches Gerät setzen Sie pro Raum in die Außenwand ein, also ohne Kanäle durch das ganze Haus. Eine dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung führt verbrauchte Luft ab und frische Luft zu und nutzt dabei die Wärme der abgeführten Luft, um die einströmende Luft vorzuwärmen. So lüften Sie auch im Winter, ohne dass es im Haus kalt wird. Für welche Lösung Sie sich auch entscheiden: Mit Ihrem CO2-Messgerät prüfen Sie danach sofort, ob der Raum im grünen Bereich bleibt.
Ein CO2-Messgerät zeigt also, wie viel CO2 sich in der Luft befindet, und damit indirekt, ob genug frische Luft hereinkommt. Saubere Luft ist aber mehr als nur gut gelüftete Luft. Dafür gibt es das Feinstaubmessgerät.
Der große Unterschied liegt darin, was gemessen wird. Ein CO2-Messgerät misst ein bestimmtes Gas: CO2. In Innenräumen stammt dieses Gas vor allem von den Menschen im Raum, weil wir es ausatmen. Ein Feinstaubmessgerät misst kein Gas, sondern winzige schwebende Staubpartikel, die nur wenige Mikrometer (µm) groß sind. Ein Teil dieser Feinstaubpartikel kommt von draußen, zum Beispiel durch den Verkehr. Sie entstehen aber auch ganz einfach im Haus, beim Kochen, durch eine brennende Kerze oder den Kaminofen.
Deshalb kann der CO2-Wert ordentlich auf Grün stehen, während die Luft nach dem Backen eines Pfannkuchens trotzdem voller Feinstaub ist. Und umgekehrt: Ein Raum ohne Feinstaub kann trotzdem schlecht gelüftet sein.
Gut zu wissen: Viele Feinstaubmessgeräte messen auch CO2. Das Aeros Pro misst zum Beispiel neben Feinstaub auch CO2, Aerosole und flüchtige organische Verbindungen (TVOC). Ein solches Feinstaubmessgerät hat also nahezu alle Funktionen eines CO2-Messgeräts, und noch mehr. Möchten Sie sowohl wissen, ob Sie genug lüften, als auch, wie sauber die Luft ist? Dann ist ein Feinstaubmessgerät mit CO2-Messung eine kluge Wahl. Wie ein Feinstaubmessgerät die Partikel genau zählt, lesen Sie in unserem Blog: 'Was ist ein Feinstaubmessgerät?'
CO2 können Sie weder sehen noch riechen, aber mit einem guten CO2-Messgerät wissen Sie immer, wie es um den CO2-Gehalt in Ihrem Zuhause steht. Wählen Sie ein CO2-Messgerät mit NDIR-Sensor, stellen Sie es am richtigen Platz auf und halten Sie es im grünen Bereich. So sorgen Sie für ein gesundes Raumklima und wachen nach einer Nacht bei geschlossener Tür nicht mehr benommen auf.
Kurz gesagt: So messen Sie CO2 zu Hause
In den FAQ unten haben wir die häufigsten Fragen zu CO2-Messgeräten und ppm-Werten übersichtlich für Sie zusammengestellt. Haben Sie spezielle Fragen zu Ihrer Situation oder kommen Sie nicht ganz weiter? Unsere Experten sind für Sie da, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!
CO2 ist die chemische Bezeichnung für Kohlendioxid, auch Kohlenstoffdioxid genannt. Es ist ein farb- und geruchloses Gas, das natürlicherweise in der Außenluft vorkommt und das Menschen und Tiere ausatmen. In Innenräumen sammelt sich CO2 an, wenn zu wenig gelüftet wird. Deshalb ist die CO2-Menge ein guter Gradmesser dafür, wie frisch die Luft in einem Raum ist.
Ppm steht für parts per million, also Teile pro Million. Bei CO2 gibt es an, wie viele CO2-Moleküle sich unter einer Million Luftmolekülen befinden. Ein CO2-Wert von 800 ppm bedeutet also, dass sich unter jeder Million Luftmoleküle 800 CO2-Moleküle befinden. Das sind 0,08 Prozent der Luft.
Draußen enthält die Luft gut 420 ppm CO2, in Innenräumen liegt der CO2-Gehalt immer etwas höher. Ein Wert unter 800 ppm ist in Innenräumen ein guter Wert. Bedenken Sie aber, dass der CO2-Gehalt stark schwanken kann. Schlafen zum Beispiel zwei Personen in einem kleinen Schlafzimmer mit geschlossener Tür und geschlossenen Fenstern? Dann kann der CO2-Gehalt in einer Nacht auf weit über 1200 ppm ansteigen.
Nein. Kohlenmonoxid (CO) ist ein anderes, sehr giftiges Gas, das bei einer unvollständigen Verbrennung entsteht, zum Beispiel durch eine defekte Gastherme, einen Gas-Durchlauferhitzer oder einen Kaminofen. Ein CO2-Messgerät misst kein Kohlenmonoxid und warnt Sie daher auch nicht davor. Haben Sie eine Feuerstätte im Haus? Dann bringen Sie immer auch einen Kohlenmonoxidmelder an.
Wir empfehlen, Ihr CO2-Messgerät mindestens einmal pro Jahr zu kalibrieren. Das geschieht an der Außenluft: Legen Sie das Messgerät eine Weile nach draußen oder in ein geöffnetes Fenster und starten Sie anschließend die Kalibrierung. Wie das genau funktioniert, ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Schauen Sie dazu in die Bedienungsanleitung Ihres CO2-Messgeräts.
Das ist leider nicht zuverlässig möglich. CO2 ist farb- und geruchlos, deshalb bemerken Sie einen zu hohen CO2-Gehalt erst an Beschwerden wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen oder an stickiger Luft. Ein CO2-Messgerät mit NDIR-Sensor ist die einzige Möglichkeit, den CO2-Gehalt wirklich zu messen und genau zu wissen, wann Sie lüften sollten.
Wir von Lüftungsland legen Wert darauf, dass wir immer erreichbar sind und Ihre Fragen so schnell wie möglich beantworten. Deshalb können Sie uns unter mehreren Adressen erreichen, auch per Chat oder WhatsApp. Wir helfen Ihnen gerne weiter!
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