Was ist ein Feinstaubmessgerät?
Wie groß sind Feinstaubpartikel eigentlich?
Das ist eine sehr interessante Frage! Um Ihnen eine möglichst klare Antwort zu geben, haben wir der Einfachheit halber unten einen Vergleich zwischen Feinstaub und der Dicke eines menschlichen Haares erstellt.
Das Aeros Feinstaubmessgerät aus unserem Sortiment misst sogar Ultrafeinstaub bis zu 0,3 µm. Das sind extrem kleine Partikel wie Aerosole und Viruspartikel, die von einem gewöhnlichen Feinstaubmessgerät nicht erfasst werden.
Wie funktioniert ein Feinstaubmessgerät genau?
Jetzt, da Sie wissen, wie klein Feinstaubpartikel sind, stellt sich logischerweise die Frage, wie ein Feinstaubmessgerät diese Partikel erkennt. Die meisten Feinstaubmessgeräte, darunter das Aeros Feinstaubmessgerät, arbeiten mit einer Technik namens Laserstreuung. Ein kleiner Laser durchleuchtet eine Luftprobe, die das Gerät ansaugt. Sobald ein Staubpartikel den Lichtstrahl durchquert, streut es das Laserlicht. Ein optischer Sensor erfasst diese Lichtstreuung und zählt auf dieser Grundlage, wie viele Partikel sich in der Luft befinden und wie groß sie ungefähr sind. Mit diesen Daten berechnet das Feinstaubmessgerät die Feinstaubkonzentration in Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³), aufgeschlüsselt nach PM10 und PM2,5.
Die meisten Sensoren erkennen Partikel ab etwa 0,3 µm; alles, was kleiner ist, bleibt für das Gerät unsichtbar. Deshalb misst das Aeros Feinstaubmessgerät gerade bis zu 0,3 µm, damit auch Ultrafeinstaub erfasst wird. Beachten Sie, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit, über 90 %, die Messung beeinflussen kann: Wassertröpfchen in der Luft werden dann manchmal mit Staubpartikeln verwechselt. Regelmäßiges Lüften und ein sauberer Sensor sorgen für die zuverlässigsten Ergebnisse.
Welchen Mehrwert bietet ein Feinstaubmessgerät?
Luftverschmutzung ist ein wachsendes Problem und birgt ernsthafte Gesundheitsrisiken. Bei kurzfristiger Belastung, also innerhalb weniger Stunden bis Tage, können bereits Husten, Kurzatmigkeit und Reizungen von Augen, Nase oder Rachen auftreten. Bei Menschen mit einer bestehenden Lungenerkrankung oder Herzbeschwerden kann dies sogar zu einem Krankenhausaufenthalt führen. Sind Sie über einen längeren Zeitraum, also über mehrere Jahre, erhöhten Feinstaubkonzentrationen ausgesetzt? Dann steigt Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Lungenerkrankung (COPD), eine Verschlimmerung von Asthma und Lungenkrebs.
Je kleiner das Partikel, desto tiefer dringt es ein: Ultrafeinstaub, kleiner als 0,1 µm, kann sogar in die Blutbahn gelangen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher einen Jahresmittelwert von maximal 5 µg/m³ für PM2,5 und 15 µg/m³ für PM10, mit einem Spitzenwert von höchstens 15 µg/m³ (PM2,5) beziehungsweise 45 µg/m³ (PM10) pro Tag. Es ist daher wichtig, die Luftqualität gut im Blick zu behalten, damit Sie gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen ergreifen können.
Dass die Luft sauber erscheint, bedeutet in der Praxis nicht, dass sie es tatsächlich auch ist. Die einzige Möglichkeit herauszufinden, wie viele Staubpartikel sich in der Luft befinden, ist, sie zu messen.
Wie entsteht Feinstaub und welche Faktoren spielen eine Rolle?
Die Menge an Feinstaub hängt von verschiedenen Ursachen ab und kann im Laufe des Tages stark variieren. So ist die Luft mittags meist sauberer als morgens und am späten Nachmittag, weil dann weniger Verkehr herrscht. Auch der Standort Ihres Feinstaubmessgeräts macht einen Unterschied: Befinden Sie sich in der Nähe einer Autobahn, in einem Industriegebiet oder in der Nähe eines Flughafens, liegen die Werte häufig höher als in einem ruhigen Wohngebiet. Feinstaub entsteht nämlich auf mehrere Arten.
Ein großer Teil wird direkt durch Straßenverkehr, Holzverbrennung, Landwirtschaft und Industrie freigesetzt, aber auch natürliche Quellen wie aufgewirbelter Bodenstaub, Pollen, Meersalz und Waldbrände tragen dazu bei. Darüber hinaus entsteht sogenannter sekundärer Feinstaub: Gase wie Stickoxide aus Verkehr und Industrie, Ammoniak aus der Tierhaltung und Schwefeldioxid reagieren in der Luft miteinander und bilden so neue Feinstaubpartikel. Gerade an Tagen mit hoher Feinstaubbelastung ist dieser sekundäre Anteil oft der größte Verursacher.
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Welche Lüftungssysteme sorgen für eine geringere Feinstaubkonzentration im Haus?
Nicht so sehr das Lüftungssystem selbst, sondern vor allem der darin enthaltene Filter entscheidet darüber, ob Feinstaub zurückgehalten wird. Die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (KWL, Lüftungssystem D) ist hierbei am effektivsten, da dieses System die Außenluft aktiv durch einen Filter nach innen bläst, bevor sie in die Wohnung strömt. Bei natürlicher Lüftung über Lüftungsgitter oder bei mechanischer Lüftung (System C) gelangt die Zuluft dagegen ungefiltert durch die Fassadengitter nach innen, sodass Feinstaub freien Zutritt hat.
Innerhalb eines KWL-Systems bestimmt die Filterklasse, wie viel Feinstaub tatsächlich zurückgehalten wird:
- Ein G4-Filter hält nur groben Staub, Insekten und Flusen zurück, lässt Feinstaub jedoch ungehindert passieren;
- Ein F7- oder F9-Filter hält dagegen einen großen Teil des Feinstaubs, Rußes und der Pollen zurück, ab etwa 1 µm;
- Ein HEPA-Filter fängt mindestens 99,95 % der Partikel ab 0,3 µm ab. Dieser Prozentsatz gilt für die Klasse H13, die offizielle Untergrenze, ab der ein Filter gemäß der europäischen Norm EN 1822 überhaupt erst „HEPA" genannt werden darf, auch wenn nicht jedes KWL-Gerät darauf ausgelegt ist;
- Die neuere ISO-16890-Norm, mit den Klassen ePM1, ePM2,5 und ePM10, drückt dies heute noch genauer aus: Je höher der ePM-Wert, desto besser entfernt der Filter Feinstaub.
Haben Sie keine kontrollierte Wohnraumlüftung zu Hause? Dann kann ein separater Luftreiniger mit HEPA-Filter eine gute Ergänzung sein, um die Feinstaubkonzentration in Innenräumen zu senken. Möchten Sie übrigens wissen, ob Ihr Lüftungssystem tatsächlich für weniger Feinstaub sorgt? Messen Sie das selbst: In unserem Blog Wie messe ich die Luftqualität in meinem Haus lesen Sie Schritt für Schritt, wie Sie dabei vorgehen.
Kurz zusammengefasst:
- Feinstaub besteht aus Staubpartikeln kleiner als 10 µm und kann hunderte Male kleiner sein als ein menschliches Haar;
- Ein Feinstaubmessgerät nutzt Laserstreuung, um Partikel zu zählen und in PM10- und PM2,5-Werte umzurechnen;
- Langfristige Feinstaubbelastung kann Ihrer Gesundheit schaden und Ihre Lebenserwartung verkürzen;
- Der Aeros Feinstaubmesser von Lüftungsland misst Feinstaub, Ultrafeinstaub, CO2, Aerosole und TVOC;
FAQ
In der folgenden FAQ haben wir die häufigsten Fragen zu Feinstaub und Feinstaubmessgeräten übersichtlich für Sie zusammengestellt. Haben Sie spezifische Fragen zu Ihrer Situation oder kommen Sie nicht ganz weiter? Unsere Experten stehen Ihnen gerne zur Verfügung — kontaktieren Sie uns einfach!
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen Jahresdurchschnitt von maximal 5 µg/m³ für PM2,5 und 15 µg/m³ für PM10. In Innenräumen kann dieser Wert vorübergehend höher ausfallen, zum Beispiel beim Kochen, aber je niedriger der Wert dauerhaft ist, desto gesünder ist die Luft, die Sie einatmen.
PM10 steht für Staubpartikel bis 10 µm, während PM2,5 speziell die feineren Partikel bis 2,5 µm misst. Je kleiner das Partikel, desto tiefer kann es in Ihre Lunge eindringen, weshalb PM2,5 im Allgemeinen als schädlicher gilt.
Ja, die meisten Feinstaubmessgeräte arbeiten am genauesten, wenn Sie den Sensor regelmäßig von Staub und Fusseln befreien. Manche Modelle, darunter das Aeros Feinstaubmessgerät, kalibrieren sich über die zugehörige App automatisch selbst.
Nein, Feinstaub ist zu klein, um ihn mit bloßem Auge oder nach Gefühl zu beurteilen. Nur mit einem Feinstaubmessgerät wissen Sie sicher, wie viele Staubpartikel tatsächlich in der Luft vorhanden sind.
Für den Einsatz zu Hause ist das Aeros Feinstaubmessgerät eine ausgezeichnete Wahl. Neben Feinstaub und Ultrafeinstaub misst dieses Gerät auch CO2, Aerosole und TVOC, sodass Sie auf einen Blick die gesamte Luftqualität in Ihrem Zuhause im Blick behalten.
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